funktionelle Nahinfrarotspektroskopie

NIRSUnser Gehirn ver-braucht viel Sauer-stoff. Dort, wo es besonders aktiv ist, wird es vom Körper mit besonders viel sauerstoffreichem Blut versorgt. Diesen Effekt nennt man „hämody-namische Antwort“. Sauerstoffreiches und sauerstoffarmes Blut haben verschiedene Farben und sind damit verschieden durchlässig für Licht mit bestimmten Wellenlängen. Die funktionelle Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) misst die Sauerstoffversorgung im Gehirn, indem man die Kopfhaut von außen an bestimmten Stellen mit sichtbarem Rotlicht bestrahlt. Dieses Licht hat Wellenlängen ähnlich denen des Infrarotlichtes (darum heißt diese Methode Nahinfrarotspektroskopie). An anderen Stellen wird außen an der Kopfhaut gemessen, wieviel Rotlicht mit bestimmten Wellenlängen wieder austritt. Hieraus lässt sich die Sauerstoffsättigung – und somit der Grad der Hirnaktivität – im Bereich zwischen Eintritts- und Austrittsstelle des Lichtes berechnen. Die fNIRS misst also denselben Effekt wie die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT), allerdings mit einem anderen Messverfahren.

NIRS_infantDie fNIRS ist ein sogenanntes nichtinvasives Verfahren. Dies bedeutet, dass bei der Untersuchung keinerlei Geräte oder Chemikalien in den Körper eingebracht werden. Das Rotlicht wird im Untersuchungsgerät erzeugt und gelangt über Lichtleiterkabel zu kleinen Sendeeinheiten, die die Versuchsperson an einer Kappe auf dem Kopf trägt. Genauso gelangt das Licht über Empfängereinheiten und Lichtleiterkabel zurück zum Gerät. Das Rotlicht ist harmlos, mann muss lediglich darauf achten, dass man nicht direkt in den Lichtstrahl blickt, so wie es z.B. auch beim Laserstrahl in einem CD-Spieler der Fall ist.

Die fNIRS ist besonders gut für Kinder geeignet, da die Kappe mit den Sende- und Empfängereinheiten ein geringes Gewicht hat und einfach aufzusetzen ist. Bei der fNIRS gibt es keine Ausschlusskriterien.

Wir verwenden für die fNIRS-Messungen ein Hitachi ETG-4000 Gerät mit bis zu 52 Messkanälen und speziellen Sensoren für Kleinkinder und Neugeborene.