funktionelle Magnetresonanztomographie

fMRIDie funktionelle Magnetresonanztomogra-phie, abgekürzt fMRT, ist ein sogenanntes bildgebendes Verfahren. Dies bedeutet, das man mit dieser Methode einen dreidimensionalen „Film“ vom Gehirn aufnehmen kann. In diesem Film kann man sehen, wann und wo das Gehirn besonders aktiv ist. Es verbraucht bei der Arbeit viel Sauerstoff. Dort wo es sehr aktiv ist, wird es vom Körper mit besonders viel sauerstoffreichem Blut versorgt. Diesen Effekt nennt man „hämodynamische Antwort“. Sauerstofreiches Blut hat andere magnetische Eigenschaften als sauerstoffarmes Blut. Daher kann man mit Magnetismus die Gehirnaktivität messen. Hierzu wird die Versuchsperson in eine Art Röhre geschoben, in der verschiedene Magnetfelder herrschen. Aus den verschiedenen magnetischen Signalen von sauerstoffreichem und -armem Blut kann man dann die Aktivität im Gehirn berechnen.

statistical_mapDie fMRT ist ein sogenanntes nichtinvasives Verfahren. Dies bedeutet, dass bei der Untersuchung keinerlei Geräte oder Chemikalien in den Körper eingebracht werden. Im Gegensatz zur Röntgenaufnahme wird bei der fMRT auch kein Kontrastmittel verwendet. Die Versuchsperson wird einem starken Magnetfeld ausgesetzt. Dies ist unbedenklich, solange die Person keine Metallteile im oder am Körper trägt. Daher dürfen z.B. Menschen mit Herzschrittmacher oder mit Schrauben im Körper nicht an Forschungsstudien mit fMRT teilnehmen. Auch Tätowierungen können ein Ausschlussgrund sein, denn manche Tätowierfarben enthalten metallische Farbpigmente. Dies muss im Einzelfall beurteilt und entschieden werden. Während der fMRT-Messungen erzeugt das Gerät ein sehr lautes Geräusch. Daher tragen die Versuchspersonen einen Gehörschutz.

Die fMRT hat den Vorteil, dass man mit einer sehr hohen räumlichen Auflösung bis in die Tiefen unseres Gehirns schauen kann. Auf diese Weise hat die Wissenschaft schon sehr viel über seinen Aufbau und seine Funktion gelernt.

Wir verwenden für unsere Forschungsprojekte ein Siemens MRT-Gerät mit einer magnetischen Feldstärke von 3 Tesla.

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Mehr Informationen über die fMRT finden Sie hier.