Joint Attention

Neuronale und behaviorale Korrelate nonverbaler sozialer Interaktion (Joint Attention) bei Kinder und Jugendlichen (mit einer Autismus Spektrum Diagnose)

Dieses Projekt wird durch eine Start-Up Projektförderung der RWTH Aachen finanziert.

Projektleiter: Jun.-Prof. Dr. Martin Schulte-Rüther

In dieser Studie untersuchen wir die neuronale und behavioralen Korrelate einer basalen Form nonverbaler Kommunikation. Dieses sogenannte „joint attention“ (= gemeinsam gerichtete Aufmerksamkeit) ist einer der ersten Schritte hin zu komplexeren sozialen Interaktionen und entwickelt sich in den ersten beiden Lebensjahren. Zahlreiche Studien mit Kleinkindern konnten zeigen, dass Auffälligkeiten in der Entwicklung von „joint attention“ zu den ersten Defiziten bei Kindern mit einer Autismus Spektrum Diagnose gehören. Wir konnten nun zeigen, dass bei gesunden Kindern/Jugendlichen JA ein ähnliches globales Netzwerk an Gehirnarealen aktiviert wie es zuvor nur bei Erwachsenen gezeigt werden konnte. Dieses Netzwerk wird zusätzlich durch die Familiarität der Interaktionspartnerin und dadurch, ob das Kind die Interaktion selber initiiert oder auf die Initiierung der Interaktionspartnerin reagiert, moduliert. Erste Analysen der Daten der Kinder/Jugendlichen mit einer Autismus Spektrum Diagnose zeigen, dass diese ein verändertes Netzwerk an Gehirnarealen aufweisen, trotz erfolgreich etablierter joint attention.

Aus diesem Projekt ist bereits eine Publikation hervorgegangen.

Dieses Projekt wird von Eileen Oberwelland betreut.