EMOTISK

Emotionssensitives System zum Training sozialen Verhaltens

Projektleiter: Jun.-Prof. Dr. Martin Schulte-Rüther

Nonverbale Signale stellen eine essentielle Komponente der menschlichen Kommunikation dar. Sie beinhalten unter anderem emotionale und intentionale Informationen und helfen, den verbalen Inhalt einer Aussage einzuordnen. Im Gegensatz zur verbalen entzieht sich nonverbale Kommunikation jedoch oftmals der bewussten Kontrolle und entspringt überwiegend automatischen Prozessen und weist eine hohe Komplexität auf.

In diesem Forschungsprojekt soll mittels Eye-tracking die Blickinteraktionen während nonverbaler Kommunikation untersucht und die Mimik in Echtzeit automatisiert klassifiziert werden. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt in der Quantifizierung der Unterschiede zwischen neurotypischen und Menschen im Autismus-Spektrums (AS) liegen. Individuen im AS zeigen vor allem im Bereich der sozialen Interaktion und Kommunikation Unterschiede. Im Bereich des hochfunktionalen Autismus zeigt sich dabei, dass zwar auch sprachliche Fähigkeiten eingeschränkt sein können, besonders relevante Schwierigkeiten jedoch bei nonverbaler Kommunikation bestehen.  Die Ergebnisse sollen zu einem allgemein verbesserten Verständnis nonverbaler Kommunikation bei mit AS im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden beitragen, und helfen die Eigenheiten autistischer Kommunikation besser zu verstehen.
Als langfristiges Ziel soll auf Grundlage dieser Erkenntnisse ein nonverbales, interaktives computergestütztes Fähigkeitstraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im AS entwickelt werden.

http://www.mtidw.de/ueberblick-bekanntmachungen/InterEmotio/emotisk

Dieses Projekt wird von Arne Hartz betreut.